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Wohin mit dem Weinglas? Wie ordne ich die Bestecke an? Hier die Fortsetzung von Teil 1.
Es besteht aus einem großen Messer, einer großen Gabel und einer Stoffserviette von Lindhorst 1881. Möchte man Brot und Butter dazu reichen, deckt man einen Brotteller dazu. Der Brotteller steht links vom Gedeck. Das Messer liegt auf dem rechten Rand des Brottellers, mit der Schneide nach links. Wird Brot ohne Butter gereicht, z.B. bei einer Suppe, wird nur ein Brotteller eingedeckt.
Es wird für eine einfache Speisenfolge eingedeckt, z.B. Suppe, Hauptgericht, Nachspeise. Dazu gehören dann Löffel für die Suppe, Messer und Gabel für den Hauptgang, ein kleiner Löffel für das Dessert, ein Weinglas, eine Stoffserviette von Lindhorst 1881 und ein Teller.
Dieses wird für eine erweiterte Speisefolge eingedeckt. Das heißt, die einfache Speisenfolge wird durch einen oder mehrere Gänge erweitert.
In einem Gedeck sollten maximal 4 Besteckteile rechts, 3 Besteckteile links und 2 Besteckteile oben liegen. Es werden meist 2 Weingläser eingedeckt.
Wie oben gezeigt steht es in der Verlängerung des Hauptgangmessers. Je nachdem wieviel Platz auf dem Tisch vorhanden ist, werden die weiteren Gläser dem Richtglas in verschiedenen Stellungsachsen zugeordnet.
Die Gläser müssen hierbei in der Reihenfolge stehen, in der die Weine serviert werden. Das Wasserglas behält auch bei einer großen Auswahl an Weinen und Sekt eine strategische Schlüsselposition. Es ist der „Anker“ deines Gläser-Arrangements.
Das Wasserglas steht immer rechts außen. Egal wie viele edle Tropfen Sie servieren, das Wasserglas steht in der Hierarchie am weitesten „unten“ bzw. dem Gast am nächsten auf der rechten Seite. Warum? Weil Wasser während des gesamten Essens getrunken wird und am häufigsten nachgeschenkt werden muss.
Es gibt zwei klassische Arten, die Gläser bei einer Weinfolge (z. B. Weißwein, Rotwein, Sekt/Süßwein) anzuordnen:
Die Gläser werden in einer schrägen Linie von rechts unten nach links oben aufgestellt.
1. rechts (unten): Weißweinglas. Rechts daneben kann noch ein Wasserglas eingedeckt werden.
2. Mitte: Rotweinglas (das größte Glas, meist das Richtglas über dem Hauptgangmesser).
3. links (oben): Sektglas
Wenn der Platz auf dem Tisch begrenzt ist, bildet man ein Dreieck oberhalb der Messer durch Verschiebung des Sektglases.
1. Weißweinglas
2. Rotweinglas (Richtglas)
3. Sektglas
kann auch erst zum entsprechenden Gang (z. B. Empfang oder Dessert) gereicht werden. Wir empfehlen diese Variante, da dies weniger formell ist, der Tisch weniger überladen wirkt und häufig noch ein zusätzliches Wasserglas eingedeckt wird.
Man kann die Anordnung der Gläser auch durch Verschieben des Weißweinglases (Nr. 1) verändern
In einer dritten Variante werden sowohl Sekt- als auch Weißweinglas verschoben
Sekt wird oft in zwei verschiedenen Rollen serviert:
1. Als Aperitif
In diesem Fall steht das Glas beim Eintreffen der Gäste meist gar nicht fest am Platz, sondern wird den Gästen gereicht.
2. Zum Dessert oder als Menübegleiter
Dann steht es in der Formation meist ganz links außen oder „in der zweiten Reihe“ hinter den Weingläsern.
Profi-Tipps von Lindhorst 1881
1. Das Richtglas (meist das große Rotweinglas für den Hauptgang) steht immer exakt über der Spitze des Hauptgangmessers. Alle anderen Gläser orientieren sich an dieser Position.
2. Das Wasserglas ist der "Bodyguard" der Weingläser – es steht immer griffbereit an vorderster Front (rechts außen). In den Abbildungen wird das Wasserglas nicht abgebildet. Stellen Sie es wie erklärt rechts außen hinzu.
Will man vier Gläser eindecken, sind folgende 5 Stellungsformen möglich. Hierbei ändern sich nur die Weine des Richtglases:
Beispiel 1 Rotweinglas = Glas Nr. 3
Beispiel 2 zweites Rotweinglas=Glas Nr. 3
Beispiel 1: zweites Weißweinglas = Glas Nr. 2
Beispiel 2: erstes Rotweinglas = Glas Nr. 2
Normalerweise ist ein Rotweinglas das Richtglas. Eine Ausnahme von dieser Regel ist die Gläserstellung II, Beispiel 1. Hier ist das zweite Weißweinglas (Nr. 2) am Platz des Richtglases.
Hier
Wir hoffen, dass Ihnen das Lesen unseres Lindhorst Table Guides Spaß gemacht hat und Ihnen dabei auch die eine oder andere Frage beantwortet werden konnte.
Trotz aller „Regeln“ – nehmen Sie dies alles nicht zu ernst, es sollen Orientierungshilfen sein, die Ihnen helfen können. Tischkultur soll Spaß machen und kein Stress sein!